Hygge – wer, wie, was, warum? Wir stellen Fragen und geben Antworten!


Warum ein Beitrag zum Thema Hygge?

Weil kaum ein anderer Begriff aus Lebensstil-Diskursen in den vergangenen jahren eine ähnliche Karriere hingelegt hat wie das Substantiv „Hygge“ und die davon abgeleiteten Adjektive „hyggelig“ oder einfach „hygge“. Man fühlt sich hygge, eine Atmosphäre oder Situation ist hyggelig und die Hygge wird – überspitzt gesagt – zum Lebensziel schlechthin erklärt.

Hygge

Unzählige Blogs schießen aus dem Boden, publizieren eine unüberschaubare Anzahl von Artikeln zum Thema Hygge, eine Zeitschrift namens „Hygge“ wird gegründet und auf der Foto-Plattform Instagram finden sich unter dem Schlagwort #Hygge mehrere Millionen Fotografien. Hygge ist, so lässt sich angesichts der Begriffsinflation wohl feststellen, ein weltweiter Hype. Doch was hat es mit dieser „Hyggeligkeit“ eigentlich auf sich, wo kommt sie her und was soll und bedeutet das alles? Diesen Fragen wollen wir ein wenig nachgehen.

1. Woher kommt Hygge?


Hygge ist zunächst einmal ein Substantiv, das aus dem dänischen und norwegischen Adjektiv „hyggelig“ abgeleitet wird. Übersetzt heißt das Wort so viel wie „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und „gut“, wobei im deutschen Sprachgebrauch noch viele weitere positive Konnotationen hinzukommen können – etwa „geborgen“, „behaglich“ und „beschützt“. In der dänischen Sprache wird das Wort „hyggelig“ auch verwendet, um eine Qualität wie „typisch dänisch“ zu bezeichnen. Hygge ist also fast so etwas wie ein nationales Stereotyp.

Hygge ist in den sozialen Medien eine fotografische Ästhetik. Schaut man sich bei Instagram um, welcher Art die Bilder sind, die unter #hygge verzeichnet sind, dann finden sich darunter viele Fotografien, die gedeckte Pastellfarben, aber auch fein differenzierte Weiß-, Grau- und Brauntöne zeigen. Die Farben sind häufig matt und weich. Unter #hygge finden sich so gut wie keine Fotografien, die starke, poppige, grelle oder gar auffallend schrille Farben zeigen. Hygge zeigt sich also, zumindest im Medium der Fotografie, als Unaufgeregtheit, Zurückhaltung, Wärme und Weichheit.


2. Was ist Hygge?


Aber nicht nur Farben zeichnen hyggelige Fotografien aus, sondern auch die Motive und Sujets. Häufig zu sehen: Heißgetränke und Backwaren. Ob Trinkschokolade und Zimtschnecken oder Kaffee und Kuchen – diese Lebensmittel fügen sich nicht nur in die Wärmekonnotation der Hygge ein (Kerzen und Kaminfeuer werden ebenfalls häufig gezeigt), sondern auch in deren farblichen Auftritt. Passend dazu werden auf Hyggefotos häufig auch Wolltextilien gezeigt – zumeist in Form von Socken oder Handschuhen, aber auch in Pullovern.

Was folgern wir daraus? Hygge ist in gewisser Weise eine Befindlichkeit, vielleicht auch nur eine Sehnsucht. Eine Sehnsucht, der Reizüberflutung durch die Welt zumindest vorübergehend zu entgehen. Den grellen Displays der Smartphones werden gedeckte Farben entgegen gesetzt, die Härte und Ungemütlichkeit der Welt wird durch weiche Textilien und gemütliche Lichtstimmungen kompensiert, Kunststoffe in der intimen Lebenswelt werden soweit möglich durch Naturstoffe ersetzt. Hygge ist möglicherweise das skandinavische Pendant zur deutschen Gemütlichkeit.


3. Wie richte ich mich hyggelig ein?


Hygge ist ein Einrichtungsstil, der gemäß der skandinavischen Wortherkunft stark mit nordeuropäischen Materialien, Herstellern und Gestaltungsweisen assoziiert ist. Ein hyggeliger Einrichtungsstil zeichnet sich in dem medialen Bild, was davon vermittelt wird, durch Naturmaterialien wie Holz oder Leder aus, Möbel sind mit Fellen belegt oder Wolle bezogen, hochwertige Werkstoffe wie Kupfer oder Porzellan kommen in Leuchten und Essgeschirr zum Einsatz und nicht zuletzt sind in hyggeligen Einrichtungen einschlägig bekannte Möbelklassiker berühmter nordischer Designer und Produzenten zu sehen. Eine Schritt-für-Schritt-Instruktion zu einer hyggeligen Einrichtung kann es nicht geben. Hygge hat viele Facetten – und sie wählen daraus! Ein Richtig oder Falsch gibt es dabei nicht.

Hygge-Einrichtung


4. Wer hat Hygge erfunden?


Niemand hat Hygge erfunden. Aber es gibt jemanden, der Hygge ziemlich schnell und vor allem weltweit bekannt gemacht hat: der dänische Glücksforscher Meik Wiking vom „Happiness Research Institute“ in Kopenhagen. Wiking hat das Buch „Hygge – ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht“ geschrieben (2016 auf Deutsch erschienen) und damit dem Begriff zu seiner globalen Konjunktur verholfen. Der Katalysatoreffekt des Buches war enorm: das amerikanische Magazin „New Yorker“ hat das Jahr 2016 zum „Year of hygge“ erklärt – und bis heute hat die Hygge nichts von unserer Aktualität eingebüßt.


5. Gibt es eine Anleitung zu Hygge?


Hygge ist eine Ästhetik und eine Empfindung. Ästhetisch können Sie sich inspirieren lassen, aber wann Sie sich hyggelig fühlen, liegt ganz an Ihnen. Hygge ist das, was Sie daraus machen. Ihre Einrichtung, Ihre Speisen, Ihre Genussmittel, Ihr Wohlbefinden – Hygge ist von allem etwas und definitiv nichts, was von außen messbar wäre oder von einer Anleitung ablesbar wäre. Ob Dauerlauf oder Saunagang, Lesesessel oder Selbstgebackenes – wenn Sie mit Ruhe und Gelassenheit die Sache angehen, dann sind Sie der Hygge schon ganz nah! Und vielleicht finden Sie ja auch in unserem Online-Shop Dinge, die Sie hyggelig finden?


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