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Rolf Heide – genialer Erfinder, großer Gestalter

Rolf Heide (*1932) ist einer der wichtigsten Namen des deutschen Designs. Als in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts das deutsche Design unter den Wirkungen der Nachkriegszeit litt – Architektur und Mobilität mussten billig und zweckdienlich sein – hat Heide mit genialen Ideen die germanische Gestaltung wieder in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gehoben. Seine genialste Idee hatte Rolf Heide mit und für eine Frauenzeitschrift. Deren Leserinnen konnten exklusiv einen Bausatz bestellen, der aus vier Holzteilen, einer Matratze und einem Lattenrost bestand. Zusammengesetzt wurde daraus die auch heute noch bekannte und beliebte Stapelliege, die sich als Doppelbett, zwei Einzelbetten oder als gelegentliches Gästebett nutzen lässt.

Rolf Heide – nicht nur Designer, sondern auch Multitalent

Als gebürtiger Kieler ist Rolf Heide ein echtes Nordlicht. Dortselbst durchlief Heide in den 50er-Jahren eine Tischlerlehre, bevor er an der seinerzeitigen Muthesius Werkschule in Kiel Innenarchitektur studierte. Nach dem Studium ging Heide zunächst einmal relativ fachfremden Tätigkeiten nach – nämlich als selbstständiger Mitarbeiter für Wohn- und Einrichtungszeitschriften. Durch seine Redaktionsarbeiten knüpfte Heide die Kontakte, dank der er schließlich ein großer Gestalter werden sollte. Seit 1960 lebt und arbeitet Heide als freier Designer in Hamburg. In den 80er Jahren expandierte der nunmehr fest etablierte und nicht mehr nur unter Designliebhabern weltweit bekannte Gestalter seine Arbeit – er entwirft Corporate Designs, gestaltet Messeauftritte und inszeniert Sonderausstellungen für namhafte Hersteller wie Bulthaup, Gaggenau, Interlübke, Miele, SieMatic oder Vorwerk. Rolf Heide war eben nicht nur ein Designer, sondern ein Multitalent. In den Neunzigern wird Heide mit vielen bedeutenden Deisgnpreisen ausgezeichnet, außerdem widmen sich viele Ausstellungen seinem Schaffen – darunter der „Designpreis der Kölner Möbelmesse“ und der „Karl-Schneider-Preis für angewandte Kunst und Design“ der Freien und Hansestadt Hamburg sowie eine bedeutende Schau seiner Zeichnungen im dortigen „Museum für Kunst und Gewerbe“. Gegen Ende des Jahrzehnts beginnt Rolf Heide, sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Schließlich hat er seinen größten Entwurf schon realisiert. Rolf Heide ist seitdem hauptsächlich nur noch als Berater und Entwickler tätig.